ZDF WM 2026 - Spielplan, Team und Mediathek
Das ZDF zeigt 30 der 60 Free-TV-Spiele der WM 2026 - genauso viele wie die ARD, aber mit zwei besonders prominenten Terminen: dem Eröffnungsspiel am 11. Juni und dem Finale am 19. Juli. Federführend ist das ZDF selbst. Das Hauptstudio steht im Berliner Zollernhof - mit Live-Publikum und Videowall-Wänden. Die technische Logistik läuft aus dem ZDF-Sendezentrum in Mainz. Als prominenter Neuzugang im Expertenteam: Christian Streich, der frühere SC-Freiburg-Trainer.
Welche Spiele zeigt das ZDF?
Das ZDF hat sich die beiden prestigeträchtigsten Termine gesichert: das Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika am 11. Juni um 21:00 Uhr MESZ und das Finale am 19. Juli. Dazwischen liegen 14 weitere Gruppenspiele im Ersten Programm - darunter Katar gegen die Schweiz am 13. Juni (21:00 Uhr), Brasilien gegen Marokko am 14. Juni (00:00 Uhr), England gegen Kroatien am 17. Juni (22:00 Uhr) sowie das zweite Deutschland-Spiel gegen die Elfenbeinküste am 20. Juni (22:00 Uhr). In der K.o.-Phase übernimmt das ZDF das Sechzehntelfinale und das Viertelfinale - das Achtelfinale und Halbfinale gehen an die ARD. Diese Aufteilung folgt einem Picking-Verfahren, bei dem die beiden Sender abwechselnd Partien aus dem Spielplan wählen. Insgesamt 30 Spiele laufen im ZDF, plus alle 104 als kostenlose Highlight-Zusammenfassungen auf sportstudio.de und in der ZDFmediathek.
Das ZDF-Team: Müller-Hohenstein, Breyer, Streich
Katrin Müller-Hohenstein und Jochen Breyer moderieren die Hauptspiele aus dem Studio in Berlin, ergänzt durch Lili Engels bei Sonderformaten. Vom DFB-Quartier sendet Sven Voss, am Stadion-Reporterpult arbeiten Amelie Stiefvatter und Alexander Ruda. Kommentiert werden die Spiele von Oliver Schmidt (unter anderem Eröffnungsspiel und Deutschland-Elfenbeinküste), Claudia Neumann (Brasilien-Marokko, Niederlande-Schweden) und Gari Paubandt (Katar-Schweiz). Schiedsrichter-Entscheidungen erklärt Thorsten Kinhöfer. Das Expertentrio um Per Mertesacker und Christoph Kramer - beide Weltmeister von 2014 - wird durch Friederike Kromp und Christian Streich ergänzt. Streich debütiert beim Eröffnungsspiel und kommt für mehrere Gruppenspiele sowie K.o.-Runden ins Studio.
Berlin Zollernhof: Das ZDF-Studio mit Publikum
Während die ARD aus Köln sendet, hat sich das ZDF für ein anderes Konzept entschieden: Hauptbühne ist das Studio im Berliner Zollernhof, direkt Unter den Linden. Das Besondere ist die Inszenierung. Die WM-Übertragungen laufen vor Live-Publikum, mit großflächigen Videowand-Installationen, die die Stimmung aus den US-Stadien ins Studio transportieren sollen. Es ist die gleiche Bühne, die das ZDF schon bei der EM 2024 genutzt hat - jetzt aber mit aufwendigerem Programm rundherum. Außerhalb der Anstoßzeiten finden im Studio Talkrunden, Hintergrundbeiträge und Schaltgespräche zu den Reporter-Standorten in Nordamerika statt.
Mainz koordiniert die Technik
Die sichtbare Bühne ist in Berlin, aber das Nervenzentrum der ZDF-Übertragung steht in Mainz. Von dort werden 16 Anstoßzeiten und 16 Spielorte in drei Ländern koordiniert. Die WM 2026 ist die erste mit so vielen verschiedenen Kickoffs am Tag - manche überlappen sich, andere liegen um drei Uhr nachts. Für das Sendezentrum bedeutet das: Konstante Bereitschaft über fünfeinhalb Wochen. Die Bild- und Tonsignale aus den FIFA-Weltsignal-Leitungen werden in Mainz aufgenommen, mit deutschem Kommentar gemischt und an Berlin oder direkt ans Erste Programm weitergeleitet. Bei zeitgleich angesetzten Spielen schaltet das ZDF in der Mediathek auf Mehrkanal-Betrieb - eine Partie läuft im linearen Programm, die andere im Stream.
Audio-Deskription und Untertitel: ZDF baut Barrierefreiheit aus
Untertitel laufen bei jedem einzelnen ZDF-Spiel - live im Fernsehen wie auch in der Mediathek. Audio-Deskription - also eine zusätzliche Tonspur, die das Spielgeschehen für sehbehinderte Zuschauer beschreibt - bietet das ZDF für zwölf Spiele der Gruppenphase an. Ab dem Achtelfinale wird jedes ZDF-Übertragungsspiel mit Audio-Deskription versehen, inklusive des Finales am 19. Juli. Damit geht das ZDF einen Schritt weiter als bei der EM 2024 - dort war Audio-Deskription noch optional. Die Tonspur lässt sich am Fernseher über das Untertitel-Menü oder die Audio-Sprachauswahl umschalten.
Christian Streich als Studio-Verstärkung
Christian Streich ist der prominente Neuzugang im ZDF-Expertenteam. Der frühere SC-Freiburg-Trainer hat seine erste Bundesliga-Saison nach 13 Jahren als Coach am Sportplatz hinter sich und kommt erstmals als TV-Experte ins Studio. Streich sagt selbst, er wolle „die Spielideen einzelner Teams verständlich erklären" - sein Ansatz ist taktisch, weniger emotional als Mertesacker oder Kramer. Sein Debüt gibt er am 11. Juni beim Eröffnungsspiel. Für die deutschen Zuschauer ist das eine Premiere: Streich hat als Trainer auf Pressekonferenzen über Jahre einen unverwechselbaren Stil entwickelt - direkt, mit Bedacht, manchmal mit philosophischen Abschweifungen. Wie das im Studio mit den Zwischenfragen von Müller-Hohenstein oder Breyer harmoniert, wird sich zeigen.
ZDF-Spiele und der Alltag: Wann lohnt sich das Aufbleiben?
Von den 16 bestätigten ZDF-Gruppenspielen sind 7 Primetime-tauglich (18-21 Uhr MESZ), 4 spielen im Spätabend (22-23 Uhr) und 5 nach Mitternacht. Besonders ungünstig: Iran gegen Neuseeland am 16. Juni um 03:00 Uhr, Saudi-Arabien gegen Uruguay am 16. Juni um 00:00 Uhr und Ecuador gegen Curaçao am 21. Juni um 02:00 Uhr. Das Österreich-Auftaktspiel gegen Jordanien am 17. Juni um 06:00 Uhr ist eines der spätesten Spiele überhaupt. Auf der angenehmen Seite stehen alle drei DACH-Termine, die das ZDF zeigt: Deutschland gegen Elfenbeinküste am 20. Juni um 22:00 (Samstagabend), Katar gegen die Schweiz am 13. Juni um 21:00 und Niederlande gegen Schweden am 20. Juni um 19:00. Das Finale am 19. Juli liegt mit 21:00 Uhr MESZ ebenfalls genau richtig - ein Sonntagabend, wie ihn sich die FIFA für ihre Hauptzielgruppe vorgenommen hat.
Alle bestätigten ZDF-Spiele chronologisch
Stand der ZDF-Zuordnung laut ZDF-Pressemitteilung und veröffentlichten Spielplänen. Im Sechzehntelfinale zeigt das ZDF vier Partien, in den weiteren Runden Viertelfinale und Finale.
Sechzehntelfinale im ZDF
Das ZDF überträgt 4 der 16 Sechzehntelfinale live - darunter die DACH-Spiele Deutschland gegen Paraguay und Schweiz gegen Algerien. Die übrigen Free-TV-Partien dieser Runde laufen in der ARD.