Eintracht Frankfurt -
SV Elversberg
Elversberg im Deutsche Bank Park: Was vor wenigen Jahren wie Fantasie geklungen hätte, ist am 33. Spieltag Realität - die SVE tritt zum ersten Mal überhaupt in Frankfurt an, im erst zweiten Pflichtspiel dieser brandneuen Paarung. Und der Termin hat es in sich: Es ist der vorletzte Spieltag, an dem sich Europa-Träume und Abstiegssorgen gleichzeitig entscheiden können.
Kapitel zwei einer Paarung ohne Vergangenheit
Bis zu dieser Saison hatten sich Frankfurt und Elversberg in keinem Wettbewerb je getroffen - kein Liga-Duell, kein Pokal-Los, nichts. Das Hinspiel an der Kaiserlinde in der englischen Januar-Woche war die Premiere - das allererste Aufeinandertreffen zweier Clubs, deren Wege sich zuvor über ein Jahrhundert lang konsequent verfehlt hatten; nun folgt der Gegenbesuch, und der Rahmen könnte unterschiedlicher kaum sein: fast 60.000 Plätze statt gut 10.000, Europapokal-Tradition statt Premieren-Saison. Für die Elversberger Fans ist der Ausflug an den Main einer der letzten Programmpunkte eines Jahres voller erster Male - und je nach Tabellenlage einer der wichtigsten: Am vorletzten Spieltag zählt jeder Punkt doppelt, egal ob für den Klassenerhalt oder die internationale Rechnung des Gastgebers.
Zwei Welten, ein Endspurt
Die Konstellation dieses Nachmittags schreibt der Saisonverlauf: Spielt Frankfurt um die europäischen Plätze und Elversberg gegen den Abstieg, treffen maximaler Druck und maximale Fallhöhe aufeinander - die Zutaten, aus denen die denkwürdigen Spiele der vorletzten Runden gemacht sind. Die Eintracht reist danach zum Finaltag nach München, Elversberg empfängt zeitgleich Bremen an der Kaiserlinde - für beide ist das Heimspiel beziehungsweise Gastspiel also die letzte Gelegenheit, sich eine gute Ausgangslage für den Schlussakkord zu verschaffen. Wer hier punktet, geht mit breiterer Brust ins Saisonfinale - und wer stolpert, nimmt die Zweifel mit in eine Woche, in der es nichts mehr zu korrigieren gibt. Der vorletzte Spieltag ist im Fußball die Runde der Vorentscheidungen: Manche Rechnung wird hier schon beglichen, manche vertagt sich auf den letzten Samstag.
Termin und Rahmen
Gespielt wird am Wochenende des 14. bis 16. Mai - dem vorletzten Spieltag; eine Woche später steigt das Finale mit allen neun Partien parallel am Samstagnachmittag. Die Anstoßzeit ergibt sich aus der DFL-Terminierung der Schlussphase, die bei Entscheidungs-Szenarien auch hier parallele Ansetzungen vorsehen kann. Der Deutsche Bank Park fasst 59.500 Zuschauer - die mit Abstand größte Kulisse, vor der Elversberg in dieser Paarung je gespielt hat, schlicht weil es erst die zweite ist. Das Hinspiel stieg Mitte Januar an der Kaiserlinde im Saarland, unter der Woche und unter Flutlicht. Nun schreibt die jüngste Paarung der Liga ihr zweites Kapitel - auf großer hessischer Bühne, mit womöglich großem Einsatz.