FC St. Pauli -
SpVgg Greuther Fürth
Der FC St. Pauli startet seine Mission Wiederaufstieg mit einem Heimspiel: Am 1. Spieltag (8./9. August 2026) kommt die SpVgg Greuther Fürth ans Millerntor. Für die Hamburger ist es das erste Zweitliga-Pflichtspiel nach zwei Jahren Bundesliga - und der Gegner ist ausgerechnet jener Club, gegen den die Bilanz überraschend deutlich negativ ausfällt: Von 41 Pflichtspiel-Duellen gewann Fürth 17, St. Pauli nur zwölf, bei einem Torverhältnis von 54:69 aus Hamburger Sicht.
Ein Wiedersehen nach zweieinhalb Jahren
Zuletzt trafen sich beide im Februar 2024, kurz vor St. Paulis Aufstieg: Vor 29.035 Zuschauern am Millerntor gewann der Kiezclub ein wildes Spiel mit 3:2 - Saad traf doppelt, Afolayan einmal, während Sieb und Asta für Fürth zwischenzeitlich ausglichen. Überhaupt ist die jüngere Serie aus Hamburger Sicht ordentlich: Die letzten drei Duelle brachten zwei Heimsiege und ein torloses Remis im Ronhof. Die insgesamt negative Bilanz stammt aus früheren Jahrzehnten - beide Clubs verbrachten viele gemeinsame Jahre in der 2. Liga, in denen die Franken meist die besseren Karten hatten: 38 der 41 Duelle stiegen im Unterhaus, wo Fürth 15 Siege bei elf Hamburger Erfolgen und zwölf Remis sammelte. Die übrigen drei Begegnungen sind ein historisches Kuriosum: Sie stammen aus der Endrunde der alten Oberliga-Ära - lange bevor beide zu Dauergästen des Unterhauses wurden.
Absteiger mit Torflaute, Überlebenskünstler mit Torjäger
Die Ausgangslagen könnten unterschiedlicher kaum sein. St. Pauli stieg als Tabellenletzter ab, weil vorne fast nichts zusammenlief: 29 Tore in 34 Spielen waren der schwächste Angriffswert der gesamten Bundesliga. Fürth wiederum rettete sich erst in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen vor dem Absturz in die 3. Liga - Platz 16 mit 37 Punkten und 68 Gegentoren, dem höchsten Wert der Liga. Immerhin: Die Offensive um Toptorjäger Noel Futkeu (19 Saisontore) funktionierte. Torarme Hausherren gegen die anfälligste Abwehr der Vorsaison - irgendetwas muss am Millerntor nachgeben.
Millerntor-Auftakt mit Signalwirkung
Für den Kiezclub ist der Auftakt mehr als drei mögliche Punkte: Als Bundesliga-Absteiger mit vollem Haus - die Auslastung am Millerntor dürfte auch eine Liga tiefer kaum sinken - gehört St. Pauli zum Kreis der Aufstiegskandidaten, und gegen einen Abstiegskandidaten der Vorsaison zählt nur ein Sieg. Fürth dagegen will beweisen, dass die Zittersaison ein Ausrutscher war, ehe am 2. Spieltag das Frankenderby gegen Nürnberg wartet. Die Anstoßzeit legt die DFL noch fest, das Wochenende 8./9. August steht; live läuft die Partie bei Sky. Das Rückspiel steigt am 18. Spieltag im Sportpark Ronhof.